January 17, 2008
PSFK Now In German Vol. 3
Unter der Rubrik “PSFK In German” fassen wir regelmäßig die beliebtesten Artikel der letzen Woche auf PSFK in deutscher Sprache zusammen.
Das Scheitern des 100$ Laptops
von Piers Fawkes in Web & Technology
Nach einem Bericht von Reuters hat sich Intel aus dem Projekt zum Bau eines Laptops für 100$ zurückgezogen. Grund dafür sei die Forderung der Initiative “One Laptop Per Child” an Intel gewesen, ihre Chips nicht an Konkurrenzprojekte in Afrika und anderswo zu verkaufen:
Intel gab am Donnerstag seinen Rückzug aus dem “One Laptop Per Child” Projekt bekannt. Die Initiative hatte von Intel verlangt, jegliche Unterstützung in ähnlichen Projekten einzustellen. … Der OLPC Vorstand “hat Intel darum gebeten, die Unterstützung für Plattformen wie dem Classmate PC oder ähnlichen Systemen zu beenden.” Intel Sprecher Chuck Mulloy dazu: “Man wollte, dass wir unsere Unterstützung exklusiv auf das OLPC ausrichten.” Mulloy sagte weiter, dass sich Intel nun nach mitterlweile sechsmonatiger Diskussion aus dem Projekt verabschieden werde.
In der Zwischenzeit lässt eine Stellenausschreibung auf Craiglist vermuten, dass OLPC auf der Suche nach jemanden ist, der einen Businessplan für die Initiative schreibt. Valleywag schreibt:
Hat denn überhaupt jemand einen richtigen Businessplan für dieses Unternehmen geschrieben? Wenn ich mir die mageren Ergebnisse ansehe, scheint dies jedenfalls nicht der Fall gewesen zu sein.
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Mark lebt bei Ikea
von Dave Pinter in Lifestyle, Retail
PSFK hat bereits darüber berichtet, wie eine norwegische IKEA Filiale vor der Ersteröffnung dazu eingeladen hat, den Ausstellungsräumen des Möbelhauses zu übernachten. Ein verzweifelter Mann aus New York hat diese Idee nun auf die Spitze getrieben- er ist tatsächlich für eine ganze Woche in die Ikea Filiale in Paramus NJ eingezogen. Mark Malkoffs Wohnung musste sieben Tage lang desinfiziert werden. Sieben Tage, in denen er schwerlich in der Wohnung hätte bleiben können. Genausowenig konnte er bei Freunden unterkommen und sich auch kein Hotel leisten.
Mark wandte sich also an Ikea und fragte, ob er nicht eine Woche in einer Filiale wohnen könnte. Im Gegenzug bot er an, seine Erfahrung in einem Film zu dokumentieren. Er hatte nicht besonders viel Hoffnung, dass Ikea seinem Vorschlag zustimmen würde aber Ikea sagte überraschend zu.
Während der sieben Tage seines Aufenthalts konnte man Mark jederzeit auf der Seite Mark Lives in Ikea verfolgen. Er veröffentlichte darauf sowohl Videos als auch Fotos.
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Wikkiffi
von Piers Fawkes in Our Terms Not Yours, Arts & Culture, Advertising & Branding

Culture Jammers bedienen sich der Ästhetik von Wikipedia und bringen damit diese Anzeige in einer New Yorker U-Bahn Station in einen neuen Kontext.
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Axe bleibt in England frech
von Piers Fawkes in Health & Beauty, Advertising & Branding
Ok, eigentlich schreiben wir hier auf PSFK nicht so gerne über Werbung- dafür haben wir schliesslich IF! Manchmal bringt uns Werbung jedoch zum Lachen- insbesondere wenn sie aus einem Konzern kommt, der für seine widersprüchliche Markenpolitik gegenüber Frauen schon mehrfach heftig kritisiert wurde. Diese von BBH entwickelten Spots drehen sich um einem dreisten Burschen und seine Anmachtricks. Er überzeugt ohne die Markenwelt, die von Unilever rund um die “Initiative für wahre Schönheit” entworfen wurde, zu torpedieren. (Anm.: Axe heisst in den USA Lynx).
www.lynxeffect.com
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Ist die CES eine Giftschleuder?
von Piers Fawkes in Environmental, Electronics & Gadgets, Design
Ein neues Jahr bricht an und wieder gibt es eine Konferenz für Gadgets und Elektrogeräte, die sich kein bisschen um Nachhaltigkeit und den Planeten Erde schert. Die C.E.S. ist ein trauriges Beispiel für maßlose Verweigerung: Material- und Energieverschwendung, Umweltverschmutzung und Konsumgeilheit, alle von der Elektronikindustrie hausgemachten Probleme werden einfach ignoriert.
Wie uns Scott Burns von vor Ort mitteilt gibt es zwar einige wenige Marken, die über Nachhaltigkeit oder zumindest die Möglichkeit, mit moderner Technik auch deren Energieverbrauch zu senken, reden. Die Messe selbst ist jedoch alles andere als grün. (Mal abgesehen vom öffentlichen Transport und Bussen).
Es ist reine Ironie, dass die CES zwar selbst behauptet, sie würde ihre Auswirkungen auf die Umwelt so gering halten wie nur möglich und gleichzeitig nicht bemerkt, dass sie zu einem weitaus größerem Problem beiträgt als es die nach der Show liegen gebleibenen leeren Einweg Wasserflaschen sind.Die CES ist eine sinnlose Plattform für all die Produkte, die wir nicht wirklich benötigen und die wir schon sehr bald wieder gegen neue ersetzen müssen. Angestachelt von Blogs und Zeitschriften wie Engadget oder Wired wird deren Konsum gefeiert und jegliche Bedenken hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit ignoriert.
Die Marke Wired besticht durch ihre Doppelmoral- als Zeitschrift lobt sie 100mpg cars, ihre Läden verkaufen 21mpg cars und auf der Webseite findet man mehr als 50 Artikeln von der CES. Wired schafft es nicht, mit einem einzigen Funken Umweltbewußtsein, den man sonst oft in der Zeitschrift finden kann, über die Show zu berichten.
Brad Stone hat eine Kolumne in der New York Times geschrieben, die nicht mehr ist als eine astreine Masturbationshilfe für Computerfreaks. Was vielmehr angebracht wäre ist jedoch eine Diskussion darüber zu führen, warum die CES ohne jegliche Kritik an ihren Ausstellern weiter machen kann, als wäre nichts geschehen.
Und Engadget war nun wirklich schon immer eine wahnsinnige Pornoseite für Computer-Freaks. Vielleicht wäre es an der Zeit- meldet sich da nicht mal das schlechte Gewissen?
Kann Unterhaltungselektronik jemals umweltfreundlich sein? Wir haben dazu die Organisatoren der Greener Gadgets Konferenz befragt, die in diesem Jahr stattfinden wird. Wird es jemals umweltfreundliche Gadgets geben? Dazu Marc Alt:
Unterhaltungselektronik wird nie grün werden. Genausowenig wie jede andere produzierende Industrie. Schliesslich wird überhaupt kein Produkt, das in irgendeiner Industrie hergestellt wird, grün sein. Es gibt zu jedem Zeitpunkt im Lebenszyklus eines Produkts Auswirkungen auf die Umwelt, sei es noch so sehr “fair trade”, ökö-zertifiziert, nach ethischen Gesichtspunkten hergestellt etc. Die gute Nachricht ist jedoch, dass viele Marken in diesem Bereich, egal ob groß oder klein, damit angefangen haben, ihre Aufmerksamkeit mehr dem Zustand unseres Planeten zu widmen.
Greener Gadgets betrachtet vielversprechende Entwicklungen in der Materialforschung, Recycling, verminderter Energieaufnahme, Entmaterialisierung (wie kann man ein Produkt in eine Dienstleistung umwandeln?), die wachsende Verantwortung von Produzenten sowie weitere Trends im Bereich Umweltverträglichkeit. Wir finden es fantastisch, dass Konzerne in der Größenordnung von Nokia oder HP ihr Augenmerk mehr und mehr auf verantwortungsbewußtes Recycling und die Rückname ihrer Produkte legen. Gleichzeitig wird mehr auf die Verlängerung der Produktzyklen sowie Probleme mit ihren Lieferketten geachtet.
Wir haben Jill Fehrenbacher, Co-Organisatorin der Konferenz und Ehefrau des Gründers von Engadget* gefragt, warum sich die Unterhaltungselektronikindustrie immer wieder um das Thema Umweltverträglichkeit drückt:
Richtig, was Sie sagen ist absolut richtig. Und das ist genau das Problem, das wir angehen wollen.
Die Unterhaltungselektronikindustrie mit ihren giftigen Chemikalien, dem auffälligen Konsum und ihrer sorgfälitg geplanten frühzeitigen Überalterung ihrer Produkte ist die wahrscheinlich am wenigsten umweltfreundliche Industrie auf unserem Planeten. Es gibt aber mit Sicherheit einfache Schritte, die getan werden können, um hier einiges zu verbessern: den Energieverbrauch reduzieren, giftige Chemikalien beseitigen, Produkte mit längerem Lebenszyklus entwickeln und Recycling und Geräte-Rückgabe schon in das Design eines Produktes mit einfließen zu lassen. Deswegen heisst unsere Konferenz nicht ‘Green Gadgets’ sondern ‘Greener Gadgets’. Nachdem eine Vielzahl von Unternehmen Umweltverträglichkeit als Teil ihres Marketing zu kommunizieren versuchen, wollten wir die Maßnahmen beleuchten, die Firmen wirklich in Angriff nehmen, um die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt zu verbessern.
Eins der größten Probleme ist vermutlich, dass die meisten Elektroartikel aus Asien kommen. Unsere unmittelbare Erfahrung hat gezeigt, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit für die Produzenten dort noch kein Thema sind. Solange sich in Asien die Einstellung gegenüber dem Thema Umweltschutz nicht grundlegend verändert wird keine Firma den Konsumenten in Amerika oder Europa irgendwelche Zugeständnisse leisten.
Außerdem ist es paradox als Konsument zwar nach Umweltverträglichkeit zu schreien, gleichzeitig aber die Hände nicht vom nächsten neuen Gadget lassen zu können…
(* Jill/Peter, ich bitte um Verzeigung, aber irgendwie ist das schon Ironie des Schicksals, oder?)





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